AUSGABE 3/2012
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Bis Februar nächsten Jahres soll das Wrack des havarierten Kreuzfahrtschiffs COSTA CONCORDIA geborgen werden. Der Bergungsplan wurde jetzt in Rom von der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere vorgestellt. Bei der Präsentation anwesend war auch Franco Gabrielli, der für die Bergung zuständige Kommissar. Den Auftrag, das vor der Küste der italienischen Insel Giglio liegende Schiff zu heben, erhielten in einer weltweiten Ausschreibung die amerikanische Bergungsgesellschaft Titan und die italienische Firma Micoperi.

Titan Salvage ist ein amerikanisches Unternehmen, das auf maritime Rettungs- und Bergungsaufgaben spezialisiert ist. Es gehört zur Crowley Group, einem der weltweit führenden Anbieter in diesem Bereich. Micoperi ist ein renommiertes italienisches Montage- und Bauunternehmen, das auf Unterwasserkonstruktionen spezialisiert ist.

Wie Costa jetzt mitteilte, sieht der Plan vor, das Schiff in einem Stück zu bergen und wieder schwimmfähig zu machen, um so die Auswirkungen auf die Umwelt, sowie die Wirtschaft und den Tourismus der kleinen Insel Giglio so gering wie möglich zu halten, gleichzeitig aber ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.

Insbesondere der Schutz der Umwelt genießt bei diesem Projekt riesigen Ausmaßes allerhöchste Priorität. So werden nach erfolgter Bergung auch der Meeresboden gereinigt und die maritime Flora erneuert.

Darüber hinaus enthält der Plan Maßnahmen, welche die Tourismusindustrie und die Wirtschaft der Insel Giglio schützen sollen. So wird die Anwesenheit des Bergungsteams keine nennenswerten Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Hotelzimmern während der Sommersaison haben. Die Operationsbasis wird sich nicht auf der Insel, sondern auf dem Festland in der Nähe von Piombino befinden, wo auch die Ausrüstung und Materialien gelagert werden. Zudem wird der Hafen der Insel durch

 

die Arbeiten nicht beansprucht. Die Arbeiten werden in vier Stufen ablaufen:

Nach der Stabilisierung des Schiffs wird eine Unterwasserplattform errichtet, und Senkkästen werden an der Seite des Schiffs befestigt, die aus dem Wasser ragt.

Zwei auf die Plattform montierte Kräne werden das Schiff mit Hilfe der mit Wasser befüllten Senkkästen in eine aufrechte Lage bringen.

Sobald das Schiff aufgerichtet ist, erhält es auch an der anderen Seite Senkkästen. Die Senkkästen werden nun sukzessive geleert und mit Luft gefüllt. Das ausgelassene Wasser wird zudem behandelt und gereinigt, um etwaige Verschmutzungen auszuschließen.

Sobald das Schiff wieder schwimmt, wird es mit Schlepper in einen bislang noch nicht bestimmten italienischen Hafen geschleppt, wo dann weitere Arbeiten gemäß der Bestimmungen der italienischen Behörden erfolgen. Was später mit der COSTA CONCORDIA passieren wird wurde bislang noch nicht mitgeteilt.

Es handle sich um ein gigantisches Vorhaben, um die größte Schiffsbergung in der Geschichte, erklärte Titan-Chef Richard Habib. Laut Micoperi-Chef Silvio Bartolotti kann das Wrack nur geborgen werden, indem es in dieselbe Position zurückversetzt wird, in der das Schiff sich vor der Havarie befand, als ob man einen Film zurückspult.

Die 290,20 Meter lange und 44.000 Tonnen schwere COSTA CONCORDIA war am 13. Januar 2012 vor Giglio im Westen Italiens mit 4.200 Personen an Bord auf Grund gelaufen, leck geschlagen und gekentert. 32 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, zwei Leichen wurden noch nicht gefunden. Grund für das Unglück war vermutlich ein Fehler des Kapitäns, der zu nah an die Insel herangefahren war. Christian Eckardt

Video-Link: http://www.idvisionfilm.it/CONCORDIA_REMOVAL_UK_HQ_17-05-12.zip

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Foto: Christian Eckardt, Bremerhaven

Hamburg, 12. Mai 2012. Im Rahmen des 823. Hamburger Hafengeburtstages wurde das neueste Kreuzfahrtschiff von Aida Cruises, Rostock, die bei der Papenburger Meyer Werft erbaute AIDAmar am späten Samstagabend in Begleitung dreier baugleicher Schwesterschiffe im Hamburger Hafen vor den Fischauktionshallen getauft. Nach Veranstalterangaben säumten einige hunderttausend Zuschauer die Plätze und Straßen entlang der Elbe.

Die Taufinszenierung startete gegen 21:00 Uhr. Die drei Schwesterschiffe AIDAluna, AIDAblu und AIDAsol bildeten in Höhe des Grasbrook Kais zunächst eine Sternenformation, anschließend fuhren sie langsam die Elbe hinab, begleitet durch eine spektakuläre Lichtshow. Auf Höhe der Fischauktionshalle traf dann die Schiffsparade auf die neue – Kussmund an Kussmund – auf AIDAmar.

Gegen 22:45 Uhr betrat die 19-jährige Hamburgerin Sissi Kuhlmann – die sich in einem Taufpatin-Casting gegen Bewerberinnen aus ganz Deutschland durchsetzte – gemeinsam mit Kapitän Detlef Harms die Manöverklappe der AIDAmar und sprach den Taufspruch: „AIDA küsst Hamburg – und dieses schöne Schiff wird die Welt küssen.

 

Genau wie seine Schwestern, deren Lächeln die Menschen verzaubert. Ich taufe dich auf den Namen AIDAmar. Mögen dich Glück und Freude auf all deinen Reisen begleiten. Ich wünsche dir, deinen Gästen und deiner Crew allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Danach zerschellte die traditionelle Flasche Champagner am Bug von AIDAmar.

Ein gigantisches Feuerwerk mit vielen Effekten erhellte anschließend auf einer Länge von rund drei Kilometern den nächtlichen Himmel über der rund 350 Millionen Euro teuren AIDAmar und dem Hamburger Hafen. Einige hundert Fahrgastschiffe und Segelschiffe begleiteten die AIDAmar auf der Reise auf der Elbe. Über zwei LED-Großleinwand erlebten die Besucher die Taufshow hautnah und wie in der ersten Reihe mit.

Gleich nach der Taufe machte sich die AIDAmar auf Premierenfahrt durch Nordeuropa. Die 14-tägige Kreuzfahrt führt nach Paris/Le Havre, London/Dover, Zeebrügge, Invergordon, Bergen, Eidfjord, Stavanger, Oslo und zurück nach Hamburg.

Christian Eckardt

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Foto: Oceania Cruises, Miami und Surberg

Barcelona, 11. Mai 2012. Mit einer grandiosen Feier im Hafen von Barcelona wurde die RIVIERA der Reederei Oceania Cruises getauft. Flamenco, flammende Reden, große Oper, goldener Konfettiregen – das Premierenpublikum war hingerissen. Taufpatin war die in Amerika sehr populäre Meisterköchin Cat Cora. Sie ließ die französische Magnum-Champagnerflasche am Bug der RIVIERA zerschellen. Diese RIVIERA ist ein schneeweißes Schiff der Luxusklasse, entworfen in Miami, gebaut in Genua, ein amerikanisches Schiff mit europäischem Ambiente. Erstmals ist es gelungen, beide Mentalitäten auf See zu kombinieren, zu vereinen und ideal zu sublimieren. Keine Disney-Landung, keine Belästigung der Augen und Ohren durch Donald Duck und Mickymaus, durch hellblau und pink und Kaugummi-Gerüche, alles edel, vornehm, schön und unaufdringlich.  

Schon gleich hinter der Gangway fühlt man sich angezogen und umarmt  von der Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit des gesamten Bordpersonals, von Gesten und Gesichtern guter Geister. Die Besatzung kommt aus aller Welt. Die Stewards und Stewardessen tragen auf kleinen Schildern ihr Herkunftsland. Es ist,  als würde man in eine Familie Gleichgesinnter aufgenommen.

 

Man redet sich mit Vornamen an, man lernt sich schneller kennen als irgendwo an Land, man genießt den Genuss, kuschelt sich in den Komfort dieses Schiffs und vergisst alle Ärgernisse dieser Welt. Es gibt keine feste Tischordnung in den zehn Restaurants, Sympathisanten finden sich, man ist nicht eine ganze Reise lang an dieselben Gesichter gebunden. Man kann beliebig variieren zwischen einem Steak-Restaurant namens Polo-Grill, einem italienischen Restaurant „Toscana, einem japanischen Restaurant namens „Red Ginger, einer großen hellen Dining Hall und weiteren Möglichkeiten, die Kunst der Schiffsköche zu genießen.

Diese nagelneue RIVIERA hat auf elf Decks Platz für 1300 Passagiere und 800 Mann Besatzung. Die 625 Kabinen zählen zu den größten auf einem Kreuzfahrtschiff, fast alle haben einen eigenen Balkon, verfügen über Duschen  u n d  Badewannen und sind gut isoliert und geschmackvoll eingerichtet. Das Schiff läuft 20 Knoten und hat 66.172 BZR. Es verfügt über einen großen Spa- und Wellnessbereich.

Nach meiner Rückkehr von Bord werde ich Ihnen, liebe Leser, ausführlich über dieses Schiff berichten, jetzt erwartet mich Kapitän Luca Manzi zum Interview auf der Brücke. Herbert Fricke

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Im großen Fährhafen von Travemünde an der Ostsee hat die 192 Meter lange NILS HOLGERSSON der schwedischen TT-Line am Donnerstagabend, 3. Mai, beim Einlauf-Manöver die an der Pier 3 liegende Frachtfähre URD der Scandlines mittschiffs gerammt. Die NILS HOLGERSSON kam mit zahlreichen Lastzügen beladen und 63 Passagieren an Bord aus Trelleborg, wollte an der etwa 400 Meter von der Unglücksstelle entfernten Pier 6 festmachen, stieß dann aber mit ihrem Bug mit voller Kraft in die Breitseite des 170 Meter langen dänischen Frachtschiffs. Die URD wurde schwer beschädigt und drohte wegen eines großen Unterwasser-Lecks zu sinken. Bergungstauchern gelang es aber, das Leck mit großen Stahlplatten abzudecken und

 

ein Kentern des Schiffes zu verhindern. Die Passagiere auf der NILS HOLGERSSON und die Hafenarbeiter auf der URD kamen mit dem Schrecken davon. Auch von den Schiffsbesatzungen wurde niemand verletzt. Der Schaden ist allerdings enorm, die genaue Höhe wird derzeit von Versicherungsfachleuten, Reederei-Experten, der Wasserschutzpolizei, der Lübecker Feuerwehr und Bergungsfirmen ermittelt. Ob menschliches Versagen oder ein technischer Defekt zu der Kollision geführt haben, wird zur Zeit noch untersucht. Kapitän und Offiziere der NILS HOLGERSSON werden von Polizei und Staatsanwaltschaft verhört.

Herbert Fricke

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Foto: Christian Eckardt, Bremerhaven

Das neue Kreuzfahrtschiff AIDAmar ist am 23. April außerplanmäßig in das Dock  „Elbe 17” der Werft Blohm + Voss eingedockt worden. Der jüngste Neubau der Meyer Werft  hat in der Nordsee bereits ihre technische und nautische Erprobung erfolgreich absolviert. Hierbei stellte das Schiff seine Seetauglichkeit unter Beweis. Vor der Übergabe an die Reederei AIDA Cruises (Rostock) wird bei Blohm + Voss noch eine abschließende Dockung notwendig. Dabei wird eine technische Überprüfung der Bugstrahler durchgeführt, da es Probleme mit einem der beiden Bugstrahlruder gab, das bestätigte Werftsprecher Peter Hackmann von der Meyer Werft auf Anfrage. Möglicherweise habe man sich bei Tests in der Nordsee Treibgut eingefangen, sagte Hackmann gegenüber der Emder Zeitung, sicher ist das nicht, so dass die Untersuchung im Dock Klarheit bringen soll.

Nachdem das Schiff eingedockt wurde, hat sich ein Team der Werft mit Ersatz-

 

Bugstrahlrudern – jedes hat einen Durchmesser von 1,80 Meter – auf den Weg von Papenburg nach Hamburg gemacht, so dass im Falle eines Austausches ein Erstatzteil vor Ort ist. Bei dem Erstatzteil handelt es sich um das Bugstrahlruder für das siebte und letzte AIDA-Schiff der Meyer Werft, die AIDAstella, die im nächsten Frühjahr abgeliefert wird.

Die AIDAmar ist 71.300 BRZ groß, hat eine Länge von 253 Metern und eine Breite von 32,2 Metern und bietet mehr als 2000 Passagieren in 1097 Kabinen Platz.

Das neue Clubschiff wird bei diesem Zwischenstopp mehrere Tage in Hamburg zu Gast sein. Anschließend wird das Schiff nach Emden zurückkehren. Dort wird die Meyer Werft am 3. Mai das Schiff an die Reederei übergeben. Zum Hafengeburtstag wird die AIDAmar dann feierlich am 12. Mai in Hamburg getauft.

Christian Eckardt

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